POVERTYapp

POVERTYapp ist ein zu finanzierendes Projekt mit dem Ziel, den von Sozialhilfe und/oder Armut betroffenen Menschen im Alltag einen einfachen, mobilen, mehrsprachigen und jederzeit verfügbaren Zugang ("direkter Draht") zu für sie relevanten Inhalten, Infos, Funktionen, Prozessbeihilfen, Hilfs- und Unterstützungsangeboten zu bieten.

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Das Pflichtenheft der POVERTYapp umfasst unter anderem folgende Punkte:

  1. Die POVERTYapp soll dem Benutzer mobil-optimiert sämtliche Ressourcen bieten, die auch auf der Website vorhanden sind. Dadurch müssen Inhalte nur einmal generiert werden. Doppelspurigkeiten zwischen App und Website sollen vermieden werden.
     

  2. Die POVERTYapp soll den Sozialämtern Gelegenheit bieten, wichtige Mitteilungen direkt und unkompliziert an Betroffene weiterzuleiten. Die Zusammenarbeit mit den Sozialbehörden, Betroffenen und zugewandten Orten für die Gestaltung der App wäre wünschenswert, ist jedoch keine conditio sine qua non.
     

  3. Die POVERTYapp soll neben sachbezogenen Inhalten aber auch kulturelle sowie kommerzielle Angebote (z.B. günstige Einkaufsmöglichkeiten, Aktionen, Kulturlegi usw..) umfassen.
     

  4. Die POVERTYapp hat strategische, operationale und taktische Ziele. Zunächst wird sie standardmässig mit der einer Push-Funktion ausgestattet, wobei täglich als Push-Mitteilung jeweils aktuelle bzw. neue Inhalte eingeblendet werden (was natürlich durch den Nutzer deaktiviert werden kann). Neben den sachlich-inhaltliche Einblendungen sind aber auch mal witzig-lustige, melancholisch-nachdenkliche,  ironisch-satirische oder poetisch-lyrische darunter. Das Ziel dieser täglichen Einblendungen soll sein, all jenen, welche diese App installiert haben und am Themenkreis Sozialhilfe/Armut interessiert oder davon betroffen sind, Tag für Tag in Erinnerung zu rufen, worum es geht und eine Haltelinie sein, um sich nicht alleingelassen-isoliert zu fühlen sondern zu wissen, dass viele andere betroffene und interessierte Menschen jetzt gerade genau dasselbe lesen. Dadurch hoffen wir, ein Basis-Zugehörigkeitsgefühl, ein Gefühl der Nähe zum Thema und einen greif- und fühlbaren Identifikationsnenner beim Nutzer zu erzielen. Wer auf den Link in der Einblendung klickt, wird zum jeweils relevanten Inhalt weitergeleitet, wo weiterführende Erklärungen und Hintergrundinformationen zu finden sind.
     

  5. Die POVERTYapp ist ein innovatives Instrument für das individuelle Social Empowerment der Benachteiligten und Schwachen in unserem Land zum Zwecke der Bündelung der vielen Einzelkräfte und Stimmen in einer gesellschaftlichen Bewegung und sozialpolitischen Lobby, um mit vereinter Kraft auf die sozialpolitische Debatte im demorkratischen Prozess besser Einfluss nehmen zu können.
     

  6. Die POVERTYapp soll vielsprachig sein. Mit den neuen Translation-on-the-fly Technologien ist es möglich, App-Inhalte in Echtzeit aus einer Vielzahl von Ursprungssprachen in eine Vielzahl von Zielsprachen zu übersetzen und vice versa. Damit sollen Sprachbarrieren abgebaut - insbesondere wenn es um Prozesse und Informationen der Sozialämter geht - und die Nichtbezugsquote der Sozialhilfeberechtigten (ca. 1/4 aller Berechtigten) gesenkt werden. Dies hat langfristig menschlich-soziale aber auch klare ökonomische Vorteile, indem die nachgewiesenermassen kostspieligen Folgekosten durch Nichtbezug reduziert werden. Damit wird eine Win-Win-Situation erzielt.
     

  7. Die POVERTYapp wird über eine Feedback-Funktion verfügen, wobei die Nutzer Wünsche für Verbesserungen der App-Funktionalität und der Inhalte äussern und bewerten können. Die jeweils besten Nutzerideen, die umgesetzt werden, werden prämiert (Geld- oder Sachprämien - je nach Wunsch des Gewinners).
     

  8. Die POVERTYapp wird adaptierbar sein (z.B. Umsetzung von Nutzerfeedbacks und Erkenntnissen aus der fachlichen Diskussion auf dem Blog); sie wird darüberhinaus skalierbar sein und soll als White-Label-App den Sozialämtern der Schweizer Kantone zur Adaptation angeboten werden (z.B. als ZÜRICHPOVERTYapp). Auch die Lizenzierung und Verbreitung ausserhalb der Schweiz wird angestrebt - jedoch in beiden Fällen im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Verpflichtung zum Bekenntnis des Lizenznehmers zur aktiven in der jeweiligen Gemeinde, Kanton oder Zielland. Der letztgenannte Punkt ist uns wichtig, denn wir wollen nicht, dass die App einfach von Sozialbehörden adaptiert werden kann, nur um ihre Klienten besser kontrollieren zu können:
    Wir wollen explizit, dass diese App nicht nur zu einem "Streamlining" der Verwaltung des Status Quo des Sozialhilfswesens eingesetzt wird, sondern auch mit dem Committment zum sozialpolitischen Auftrag zum Empowerment der Armen und Schwachen im Sinne der Armutsbekämpfung und Leistungsverbesserung einhergeht.
     Davon erhoffen wir uns, dass auch das Gewicht der Stimme der Sozialbehörden selbst im politischen Diskurs gestärkt wird, dass der politische Diskurs sich von der bornierten, kleinkrämerischen Debatte um Finanzierung (Sozialhilfe macht nur 1.7% der gesamten Sozialausgaben des Staates aus!)  und "Sozialmissbrauch" entfernt und sich endlich in eine vernünftigere Richtung bewegt. Damit besteht die Chance, dass der Circulucs vitiosus aus dem schlechten "Image" der Sozialhilfebezüger, das auf die Sozialämter abfärbt (und vice versa!), durchbrochen werden kann. Diesem Fortschritt soll die POVERTYapp verpflichtet sein.

Die Finanzierung der POVERTYapp ist derzeit nicht gesichert. Alles, was an Vorarbeiten und Planung bisher in diese Projektidee eingeflossen ist, wurde durch freiwillige Mitwirkende geleistet. Daher suchen wir nach einer geeigneten Finanzierungslösung via Fons, Stiftungen, Spenden und kommerzielle Geldgeber/Kredite:
 

  1. Damit wir diese bestehende Website weiterführen sowie das Projekt POVERTYapp vom gegenwärtigen Stand in die Evaluationsphase ("Marktstudie" zwecks Evaluation von Machbarkeit und Auswahl von Technologiepartnern für gewünschten Websitefunktonalitäten sowie die POVERTYapp)  überführen können, benötigen wir auf eine Anschubfinanzierung in der Höhe von ca. CHF 20'000 über einen Zeitraum von 3 Monaten. Das Grundangebot an Inhalten wird in dieser Phase entwickelt 
    Evaluationsphase: Q2 2022

     

  2. Nach erfolgtem positivem Assessment in der Evaluationsphase wird eine Pilotphase gestartet. Hier werden wir Kapital benötigen zur Finanzierung von Programmierung der App und Implementierung mit einem oder mehreren Kunden im Testbetrieb. Der professionellen Kommunikation mit Medien, Institutionen und Vertretern aus der Sozialpolitik zwecks Bekanntmachung der Initiative kommt in dieser Phase besonderes Gewicht zu. Die berufliche Erfahrung und das Wissen des Initianten werden hier direkt wirksam einfliessen.
    Dauer der Pilotphase: Q3 2022

     

  3. Nach erfolgreichem Testbetrieb erfolgt die Umsetzung des Pilots als Betaversion im Live-Betrieb. In dieser Pre-Launchphase werden Erfahrungen gesammelt, Funktionen auf Herz und Nieren geprüft sowie Nutzerfeedbacks verwertet.
    Dauer Beta-Live-Phase: Q4 2022

     

  4. Danach erfolgt die Einführung als Vollversion. Das Angebot wird weiterhin ausgebaut. Content Creation & Management werden besonders gepusht - auch um sich im Markt als führende Plattform zum Thema "Armut in der Schweiz und deren Bekämpfung" zu positionieren.
    Launch: Q1 2023

     

  5. Weiterentwicklung der Website und App sowie Expansion durch Lizenzierung und Vertrieb der App bzw. Website im In- und Ausland ist das langfristige Ziel. Funktionen wie Schnitstellen und White-Label Adaptationen für Lizenzkunden rücken in den Vordergrund.
    Wachstumsphase: ab Q2 2023

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie uns, die Phase 1 ("Evaluationsphase") zu vollziehen - und Sie nehmen Teil an einer wirklich einzigartigen sozialpolitischen Initiative mit einem humanitären Zweck